In der besinnlichen Vorweihnachtszeit unterstützten die
Religionsschülerinnen und -schüler der 10. und 11. Klasse zum
dritten Mal die Initiative „Weihnachten im Gefängnis”. Sie
bastelten Weihnachtskarten, die in sächsische Gefängnisse geschickt
werden sollen, und schrieben Weihnachtsgrüße. Nach einem
Vorgespräch erklärten sich einige bereit, diese Aktion zu
unterstützen; andere standen der Aktion hingegen eher gespalten
gegenüber, wollten aber dennoch Menschen schreiben, die leicht in
Vergessenheit geraten. Deshalb wurden parallel dazu Weihnachtskarten
für die Tagespflege in der unmittelbaren Nachbarschaft unserer Schule
gestaltet.
Die Idee dazu entstand aus dem Wunsch, Menschen in schwierigen
Lebenssituationen eine kleine Freude zu bereiten und ihnen zu zeigen,
dass sie nicht vergessen sind. Mit viel Kreativität wurden bunte
Karten gestaltet und persönliche Nachrichten verfasst, die Hoffnung
und Zuversicht verbreiten sollten. Beim Basteln und Schreiben
herrschte eine fröhliche Atmosphäre, die den Schülerinnen und
Schülern verdeutlichte, wie wichtig es ist, anderen eine Freude zu
machen.
In einer Zeit, in der Nächstenliebe und Mitgefühl von großer
Bedeutung sind, wurde mit ihrer Aktion ein Zeichen gesetzt und
gezeigt, dass auch kleine Gesten der Freundlichkeit eine große
Wirkung entfalten können.
Das Weihnachtskarten-Projekt fördert somit sowohl die Kreativität
als auch das soziale Bewusstsein der Jugendlichen. Durch diese Aktion
lernten sie, Empathie zu entwickeln und das Bedürfnis nach
Gemeinschaft und Zusammenhalt zu schätzen.
Ein Teil der Weihnachtskarten wurde schließlich an die Tagespflege
Löwenherz übergeben. Ein weiterer Teil, der für die Gefängnisse
bestimmt war, wurde von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter abgeholt. In
einem persönlichen Gespräch bot er unseren Religionsschülerinnen
und -schülern die Möglichkeit, zahlreiche Fragen zum Ehrenamt und
zur Arbeit mit Straftätern zu stellen.
Wir hoffen, dass wir mit diesem Projekt zu einem besinnlichen
Weihnachtsfest für alle beitragen können.



