Die 10. Klassen zu Besuch in der "Runden Ecke"

Rundgang: allgemeine Beschreibung
Betritt man die Eingangshalle des Museums kommt man sofort zur ersten Station „Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“. Die Eingangshalle ist mit anschaulichen Tafeln ausgestattet. Danach folgt Station 2 „Objektsicherung“ im Vorraum. Im Durchgang zur Hauptausstellung kann man das Emblem betrachten. Bei der dritten Station erlangt man einen „Einblick in den Büroalltag eines Hauptamtlichen Mitarbeiters. Station 4 heißt „Vom Kind zum Kader“ und erläutert das gezielte Überprüfen ganzer Jahrgänge des MfS, um so die Jungen „herauszufiltern“, die den Einstellungsvoraussetzungen des MfS entsprachen. Außerdem beinhaltet diese Station eine Bereitschaftserklärung, die alle neuen
Mitglieder im Ministerium für Staatssicherheit ausfüllen mussten. Die mit der
Bereitschaftserklärung einhergehende Schweigepflicht, verkaufte Kinder und die ideologische
Verführung waren auch Bestandteil dieser interessanten Station. Die fünfte Station heißt „Geschichte und Tätigkeitsfelder“. Man erfährt detailliert über die Geschichte der Unterdrückung und des Unrechts. Als seine geistigen Wurzeln und als ideologische
Grundlage für seine Tätigkeit betrachtet das MfS die Ideen von Marx, Engels, Lenins und vielen weiteren. Bei der Station 6 „Struktur und hauptamtliche Mitarbeiter“ lernt man viel über offizielle sowie inoffizielle Mitarbeiter und die Juristische Hochschule des MfS.

Die siebte Station „VEB Horch & Guck“ veranschaulichte das Fälschen und Verkleiden, der
Auftrag: Beobachtung und mit welchen Mitteln dies umgesetzt wurde. Man gelangt sofort ins nächste Zimmer mit Station 8 „Dienstobjekte und konspirative Wohnungen“. Dort lauten die Themen Informationsspeicher und wie diese von der Stasi genutzt worden ebenso
wie die Umsetzung ihres Zieles: gläserner Bürger. Station 9 „Operative Bearbeitung“ beinhaltet Geruchskonserven, Zersetzungsstrategien und die operative Psychologie.
Der letzte Raum auf dieser Seite des Museums stellt die zehnte Station aus mit dem Titel
„Aktenberge“. Dort wird anschaulich die Menge der Aktenberge, die Archive, die Aktenvernichtung sowie das Vorgehen beim Aktenerbe dargestellt. Man begibt sich erneut in den Flur zur 11. Station „Die Staatssicherheit an der Grenze“, welche einen fahrbaren Inspektionsspiegel zur Kontrolle von Fahrzeugen sowie die Uniformen der Kontrolleure ausstellt. Gleich daneben befindet sie die Station 12 „In der Untersuchungshaftanstalt“ welche den Haftalltag  verdeutlicht mit Fotos. Zusätzlich gibt es einen Raum der eine damaligen Zelle nachstellt. Der Raum daneben, Station 13 „Erkennungsdienstliche Maßnahmen“, stellt den Fotostuhl aus, der zur Herstellung von Fotos nach der Einlieferung in die Haftanstalt des MfS genutzt wurde. Zu sehen ist außerdem ein Tisch zur Abnahme von Fingerabdrücken.
Direkt gegenüber ist die Station 14 „Todesstrafe in der DDR- Hinrichtungen in Leipzig“, welche einen über die Ankläger und Richter der SED informiert. Betritt man nun den nächsten Raum gelangt man zur 15. Station „Telefonüberwachung“,wo man sehr anschaulich das Fernmelde- und Post“geheimnis“ erklärt bekommt und mehr über die Kontrolle von Briefen und Paketen erfahren kann. Die nächste Station, Station 16, befindet sich wieder im Flur und hat den Titel „Folgenschwerer Schüleraufsatz von 1989“. Diese erzählt von einem Schüler einer Leipziger Polytechnischen Oberschule, der seinen Aufsatz nach der Korrektur nicht von seinem Lehrer zurück erhielt. Seine Mappe gelangte auf Umwegen in „sichere Hände“.


Daneben befindet sich die 17. und letzte Station „Die Ostalgiewelle und ihre Folgen“, sie beinhaltet eine Vitrine im Flur und den nebenstehenden Raum. Dieser Ausstellungsraum verdeutlicht die Wichtigkeit des Sports in der DDR. Glanzvolle Turnfeste, ein breites Angebot an Freizeitsport, zahlreiche Olympiasiege – das war die Schauseite der Medaille. Doch die Kehrseite: ideologische Überfrachtung, Militarisierung, staatliche Dopingprogramme. Ein Zitat was mir sehr gefallen hat:
Zusammenfassend kann ich sagen, dass man sich selbstständig in dem Museum bewegen kann und, dass es selbstverständlich noch viele kleine weitere informative Stationen gibt. Außerdem gibt es mehrere Fotos, Videos, ausgestellte Gegenstände oder Kleidung, welche den Rundgang abwechslungsreich gestalten. Mir hat das Museum gefallen, da das Informationsangebot groß war und dieses auch anschaulich dargestellt war.